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Neujahrsempfang am Elisabeth Klinikum Schmalkalden

Puppenspieler Falk P. Ulke unterhält die Gäste.

 

Schmalkalden (19.02.2016): Zum zweiten Mal lud Robert Koch, Geschäftsführer des Elisabeth Klinikums Schmalkalden, am 17.02.2016 zum Neujahrsempfang in das Klinikum ein. Neben Festrednerin und Referatsleiterin für Krankenhauswesen im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in Thüringen, Frau Angela Engelhard, und dem Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, Herrn Peter Heimrich, folgten zahlreiche niedergelassene Ärzte und Ärztinnen, Kooperationspartner, Aufsichtsratsmitglieder sowie zahlreiche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Hauses der Einladung.

Durch die Begrüßungsreden zog sich vor allem ein Tenor: Robert Koch, Ärztlicher Leiter Privat. Doz. Dr. med. Attila Yilmaz und Peter Heimrich bedanken sich herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Unterstützung im Jahr 2015. „Es war ein Jahr der Veränderung. Viele Umstrukturierungsmaßnahmen in allen Kernbereichen haben von unserer Belegschaft viel Kraft und Vertrauen in die Geschäftsführung sowie die ärztliche Führungsmannschaft gefordert. Doch gerade durch das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir diesen schwierigen Prozess gemeistert und können eine positive Bilanz ziehen“, so der Geschäftsführer. Gemeinsam hat man positive Entwicklungen, wie beispielsweise die Steigerung der Belegungszahlen und die Erweiterung des medizinischen Versorgungszentrums, vorangetrieben. Wichtig war dem Geschäftsführer das hohe vorhandene medizinische Niveau durch den kritischen Blick von außen prüfen zu lassen. So wurde das Elisabeth Klinikum im vergangenen Herbst nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert, was dem Haus eine durchgängig hochwertige Qualität von der stationären ärztlichen und pflegeri-schen Versorgung, über die Sprechstunden und Ambulanzen, im OP, in der Palliativversorgung und Servicemanagement bis hin zur Verwaltung, Haustechnik und Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung bescheinigt. Eine Neuorganisation der Notaufnahme unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Veitt hat zur Optimierung von Abläufen und vor allem für die bessere Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst geführt. Zwei Tarifsteigerungen konnten in 2015 für den ärztlichen und nichtärztlichen Dienst realisiert werden. Auch die von Chefarzt- und Oberarztwechseln betroffenen Kliniken für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Orthopädie und Unfallchirurgie konnten mit dem neuen Jahr wieder unter bewährte Führung gebracht werden. „Der Bereich Anästhesie befindet sich ebenso auf einem guten Weg. Hier läuft aktuell der Teamfindungsprozess“, resümiert der Geschäftsführer.

Ein positiver Blick in die Zukunft

Um für die Zukunft gerüstet zu sein und um das Klinikum weiterzuentwickeln sind in 2016 Investitionskosten in Millionenhöhe geplant. Neben der Erneuerung von verschiedenen medizinischen Geräten, wird ein großer Teil für den räumlichen Umbau des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) verwendet, mit dem Ziel die Patientenkomfort zu erhöhen, kurze Wege zu ermöglichen und eine besserer Ausstattung anzubieten. Hier, so Koch, sei man über jede Förderung dankbar. Denn „die Daseinsberechtigung kleiner Häuser leitet sich vom Versorgungsauftrag ab und von den Möglichkeiten, diesen zu erfüllen“. Da der Bund jedoch zukünftig immer knapper werdende Finanzmittel signalisiert, stehen auch immer größere finanzielle Herausforderungen an, denen sich der Geschäftsführer mit der gesamten Belegschaft stellen wird. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen blickt Robert Koch positiv in die Zukunft.

Dies greift der Ärztliche Leiter und Chefarzt der Klinik für Innere II (Kardiologie), Privat. Doz. Dr. med. Attila Yilmaz, auf und ist stolz darauf, dass trotz des turbulenten vergangenen Jahres, Weichen für eine positive Zukunft des Hauses gestellt bzw. ausgebaut wurden. So haben die Anschaffung des MRTs, die weitere Etablierung des MVZs und der Ausbau des Katheterlabors, aber auch die aufgebauten Partnerschaften mit den Kliniken in Jena und Bad Neustadt im Bereich der telemedizinischen Schlaganfallversorgung das Haus weit voran gebracht. Auch der Antrag, akademisches Lehrkrankenhaus zu werden und somit Nachwuchskräfte nach Schmalkalden zu holen, wird weiter intensiv verfolgt. Attila Yilmaz kündigt zudem einen Studiengang in Kooperation mit der Hochschule Schmalkalden an, in dem Innovationen im Bereich der Medizintechnik auf den Weg gebracht werden sollen. „Wir haben eine sehr gute Versorgungsqualität am Klinikum erreicht und mit den neuen Chefärzten unser medizinisches Spektrum gefestigt. Es ist für mich eine besondere Freude, dass mit Frau Kirkova die Frauenheilkunde für die Schmalkalder Bürgerinnen auf hohem Niveau weiter angeboten werden kann“, so der Kardiologe.

Verkauf ausgeschlossen - Der Landkreis bleibt Eigentümer des Klinikums

Auch Landrat Peter Heimrich äußert sich enttäuscht über die Kürzungen in der Krankenhausfinanzierung. Dennoch stellt er erneut eindringlich klar: „Der Landkreis bekennt sich zu 100 Prozent zu seinem kommunalen Haus. Das Klinikum wird nicht verkauft. An der Eigentümerstruktur wird sich definitiv nichts ändern.“ Um dies gemeinsam zu erreichen, stellt Peter Heimrich drei Credos für die weitere Zusammenarbeit auf: „Erstens: Wir werden uns weiter verbessern - medizinisch und kommunikativ. Denn wir wollen alle an einem Strang ziehen. Zweitens: Wir werden die medizinische Versorgung in der Fläche sicherstellen, heute und in Zukunft. Drittens: An alle Beschäftigten des Hauses, mein herzlichster Dank für das Geleistete. Darauf können wir aufbauen.“

Festrednerin des Abends, Frau Angela Engelhardt, weiß um die Sorgen kleiner Kliniken und versucht zu beruhigen: „Wir wollen jedes einzelne Krankenhaus, vor allem jene in kommunaler Hand erhalten, nur wie, dazu werden die Meinungen auseinandergehen“, sagt die Referatsleiterin Krankenhauswesen im Thüringer Gesundheitsministerium. Allheilmittel sei dabei nicht, so Engelhardt weiter, Erweiterungen des medizinischen Spektrums anzustreben. „Es wird auf keinen Fall reichen, etwas zu haben, nur um es zu haben. Man muss solche Erweiterungen auch konkret untersetzen können, zum Beispiel personell“, sagt sie weiter. Um ein Klinikum langfristig zu erhalten, werden mit dem neuen Krankenhausplan besonders die Qualitätskriterien entscheidend. Diese zu erfüllen und dem Versorgungsauftrag vollumfänglich nachzukommen ist essentiell. „Neben der hohen medizinischen Versorgung sind gerade die weichen Standortfaktoren, wie z.B. der positive Umgang der Ärzte und Schwestern mit den Patienten oder das vielfältige und schmackhafte Speisenangebot in der Cafeteria, für kleine Krankenhäuser wie dem Elisabeth Klinikum entscheidende Faktoren, um sich gegen die private Konkurrenz zu behaupten“, so Angela Engelhardt. 

Umrahmt wurden die Redner zum einen vom musikalischen Duett um Henriette Knop und Willi Schmidt von der Musikschule Schmalkalden, die am Klavier von Musikschuldirektor Johannes Eberlein begleitet wurden. Zum anderen unterhielt Puppenspieler und Meininger Theaterkünstler Falk P. Ulke die Gäste des Neujahrsempfangs mit seinem humoristischen Puppenspiel „Hans im Glück“.

(Text und Bild: Isabell Straub)

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