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Neujahrsempfang des Elisabeth Klinikums Schmalkalden

Geschäftsführer Robert Koch lud zum Dialog zwischen Politik, Ärzten und zahlreichen Kooperationspartnern. Der Schwerpunkt - eine wohnortnahe Patientenversorgung.

Schmalkalden (12.02.2015) - Am vergangenen Freitag veranstaltete das Elisabeth Klinikum Schmalkalden erstmals einen Neujahrempfang, um zum Dialog zwischen Politik, Ärzten und Kooperationspartnern anzuregen. Themenschwerpunkt hier war die wohnortnahe Patientenversorgung in unserer Region. Der Einladung folgten u.a. Thüringens neue Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner, der Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, Peter Heimrich, und Thomas Kaminski, Bürgermeister der Stadt Schmalkalden, sowie zahlreiche niedergelassene Ärzte und weitere Partner, die sich mit der Klinik verbunden zeigten.

Robert Koch nutze gleich zu Beginn des Abends die Chance sich bei allen Mitarbeitern des Klinikums, des Medizinisches Versorgungszentrums und der Servicegesellschaft für ihr hohes Engagement im letzten Jahr zu bedanken. Denn gerade „in einer Zeit von mangelnden Refinanzierungsmöglichkeiten im Rahmen des Vergütungssystems für Krankenhausleistungen, gewährleisten wir das regionale Angebot der Grund- und Regelversorgung, inklusive Notfallversorgung und Geburtshilfe“ rekapitulierte der Geschäftsführer des Krankenhauses. Entscheidend für Koch war dabei, „dass in einem von Wettbewerb und dynamischer Entwicklung geprägten Umfeld im Gesundheitswesen, zügig Entscheidungen vorangebracht und umgesetzt werden“, um bei all den Herausforderungen weiterhin positive Entwicklungen zu verzeichnen. Zukunftsträchtige Entscheidungen waren hier bspw. die Investition in ein neues MRT oder die Gründung des Darmzentrums. „Bei uns steht der Patient im Mittelpunkt, nicht die Rendite. Die derzeitigen Tendenzen zu zentralisierten Versorgungskonzepten im Krankenhausbereich sollen nicht dazu führen, dass eine wohnortnahe Patientenversorgung in Zukunft nicht unterstützt oder gar nicht mehr geplant wird“, sagte Koch weiter. Deshalb freute er sich darüber zu berichten, dass fortwährend neue Leistungsträger am Elisabeth Klinikum verpflichtet werden und das medizinische Angebot erweitert werden wird, wie bspw. im Medizinischen Versorgungszentrum. Zu den Praxen für Radiologie, für Chirurgie und der für Allgemeinmedizin sollen in diesem Jahr noch zwei weitere Praxen für Gastroenterologie und für Kardiologie hinzukommen. Weil das Elisabeth Klinikum darüber hinaus höchste Ansprüche an die Qualität und den Service des Hauses stellt, wird sich das gesamte Krankenhaus wiederum der Zertifizierung nach DIN 9001 stellen, um das Qualitätsmanagement von externer Seite testieren zu lassen.

Neue Unterstützung in Form eines Fördervereins

Eine weitere große Unterstützung des Krankenhauses hat sich im Januar dieses Jahres in Form eines Fördervereins neu aufgestellt. Der Verein „Freunde und Förderer des Elisabeth Klinikums Schmalkalden“ will zukünftig die Kräfte bündeln, um das Klinikum weiterzuentwickeln und es durch ehrenamtliches Engagement materiell und ideell zu unterstützen. Zu den zwölf Mitbegründern des Vereins zählen neben der früheren Biathletin Kati Wilhelm und dem ehemaligen Chefarzt Dr. med. Alexander Bernasowski, auch die Vorstandsvorsitzende der Rhön-Rennsteig-Sparkasse, Marina Heller, und der Rektor der Fachhochschule Schmalkalden, Prof. Dr. Elmar Heinemann.

Dr. med. Bernd Schneider, stellvertretender Ärztlicher Leiter und Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Hauses, betonte an diesem Abend vor allem die Stärke des Elisabeth Klinikums gegenüber Großkonzernen: „Wir sind ein Krankenhaus der kurzen Wege. Unsere interdisziplinäre Zusammenarbeit ist unser großer Vorteil und diese gilt es weiter auszubauen.“

Für Peter Heimrich, Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen und selbst Gründungsmitglied des neuen Fördervereins, steht beim Elisabeth Klinikum als ein kommunales Unternehmen immer die öffentliche Daseinsvorsorge der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises im Vordergrund. Um diese sicher zu stellen benötigt das Krankenhaus jedoch Fördermittel, die stetig knapper zu werden scheinen und die Kliniken in Schwierigkeiten bringen. Heimrich wies in diesem Zusammenhang auf die dramatische wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Krankenhäuser in den letzten Jahren hin: „2013 haben 42 Prozent der deutschen Krankenhäuser einen Verlust hinnehmen müssen, bei den kleinen Häusern sind es sogar 44 Prozent.“ Den Grund hierfür sieht er in den Regelfinanzierungsmechanismen für Betriebs- und Investitionskosten, die er als nicht auskömmlich bezeichnete. „Die letzte Landesregierung hat beispielsweise im Doppelhaushalt 2013/14 die Landeszuschüsse für Investitionen und Ersatzbeschaffungen fast halbiert“, sagte Peter Heimrich weiter. Deshalb richtete er sich mit einer Bitte an die neue Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner: „Setzen Sie sich für die Krankenhäuser in Thüringen ein. Kämpfen Sie innerhalb des Kabinetts um ihre Mittel und versuchen Sie auch auf Bundesebene Einfluss zu nehmen, damit die geplante Krankenhausreform die medizinische Versorgung im ländlichen Raum stärkt und nicht weiter schwächt. Gute medizinische Versorgung darf keine Frage des Wohnorts sein.“

Rot-rot-grüne Landesregierung will Krankenhäuser im ländlichen Raum erhalten

Die neue Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner, betonte ihrerseits die 25 Millionen Euro Fördergelder des Freistaates in den letzten 25 Jahren, mit denen das Land Thüringen seiner Verantwortung nachgekommen sei. Hier war es Aufgabe und Ziel Strukturen zu stärken und dabei bewährte Kliniken zu erhalten. Nun steht die auskömmliche Ausstattung der Häuser im Vordergrund, damit u.a. kommunale Krankenhäuser, wie das Elisabeth Klinikum, ihrem Auftrag der öffentlichen Daseinsvorsorge weiterhin nachkommen können, auch wenn rote Zahlen geschrieben werden. Der Koalitionsplan der rot-rot-grünen Landesregierung sieht offenkundig vor, alle Krankenhäuser im ländlichen Raum erhalten zu wollen. Damit dies jedoch geschieht muss diese Festlegung im siebten Thüringer Krankenhausplan fixiert werden. Das Team des Elisabeth Klinikums Schmalkalden und der Landkreis Schmalkalden-Meiningen werden alles Mögliche dafür tun, damit diese Festlegung getroffen wird.

Umrahmt wurde der Empfang von Beiträgen der Musikschule Schmalkalden unter Leitung von Herrn Johannes Eberlein. Die hervorragende gastronomische Versorgung übernahm die Servicegesellschaft Schmalkalden GmbH.

(Text/Bild: Isabell Straub)

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